Wie Zulieferbetriebe in der Automobilindustrie und Maschinenbau ihre Schnittstelle zum Kunden optimieren

Im Interview mit Dr. Gerhard Keller, Geschäftsführer der IPP Process Playbook GmbH

Gerade kleine und mittlere Betriebe tun sich oft schwer bei der Schnittstelle zum Datenaustausch zu ihren Kunden im Konzernbereich, wie zum Beispiel Bosch oder Siemens oder auch in der Automobilindustrie, um dort ihre neuen Produkte zu platzieren. Die üblicherweise genutzten Plattformen sind relativ teuer. Im Gespräch mit Dr. Gerhard Keller, Geschäftsführer der IPP Process Playbook GmbH sprechen wir heute über ipOFTP als eine günstige Alternative zu den bisherigen Systemen.

Entscheider kompakt: Was ist für kleine und mittlere Betriebe oft aus ihrer Sicht das größte Hindernis mit wirklich großen Unternehmen aus dem Maschinenbau und der Automobilindustrie ins Geschäft zu kommen?

Dr. Gerhard Keller: Wie in allen Bereichen in der Zulieferindustrie müssen hier die Vorgaben der Kunden eingehalten werden. In der Kommunikation gelten hier ebenfalls Vorschriften, die mehr und mehr auch von kleinen Partnern der Industrie eingefordert werden.

Entscheider kompakt: Inwiefern sind die bisherigen OFTP-Lösungen zu kostspielig und zu kompliziert? Wurden Sie nicht eigentlich genau für diesen Zweck erstellt?

Dr. Gerhard Keller: Grundsätzlich haben sich parallel mit den Anforderungen der Industrie in Bezug auf die Digitalisierung auch neue Dienstleister entwickelt, die technische Lösungen zur Unterstützung der Datenkommunikation zur Verfügung stellen. Unserer Meinung nach ist aber der Aufwand für kleine Zulieferer oder Mittelständler zur Realisierung des Datenaustauschs ein unverhältnismäßig hoher Kostentreiber.

Entscheider kompakt: Mit der neuen ipOFTP- Plattform versprechen Sie gerade kleinen und mittleren Betrieben einen unkomplizierten Aufbau einer Kommunikationsplattform zu Ihren Kunden? Was hat es damit auf sich?

Dr. Gerhard Keller: Schwarzwald-Software Engineering hat mit ipOFTP eine Appliance bestehend aus Hard- und Software entwickelt, die alle notwendigen Funktionen einer OFTP-Kommunikation mit den Partnern aus der Industrie zur Verfügung stellt. Werden weitere Dienstleistungen benötigt, wie zum Beispiel Konvertierungen verschiedener Formate der zu transportierenden Dateien oder auch Anpassungen zur Einbindung in bestehende ERP-/PPS-Lösungen werden diese zu einem einmaligen Pauschalpreis entwickelt. So haben auch kleine Unternehmen mit einem überschaubaren Aufwand die Möglichkeit an der überbetrieblichen Kommunikation zu partizipieren. IPP Process Playbook unterstützt sowohl Kunden als auch in diesem Falle den Lösungsanbieter im Rahmen des Go-to-Market von Digitalisierungsinitiativen.

Entscheider kompakt: Worin liegen die eigentlichen Vorteile?

Dr. Gerhard Keller: Eine professionelle Einrichtung einer bewährten OFTP-Kommunikation zu einem günstigen Einstiegspreis ohne laufende Kosten. Mit dieser Lösung ist die OFTP-Kommunikation im Zeitalter des Internet angekommen, Installation und Betrieb liegen im Aufwand auf dem Niveau eines DSL-Routers.

Entscheider kompakt: Können Sie uns das auch ein wenig technisch erklären?

Dr. Gerhard Keller: Es stehen doch inzwischen im privaten wie im professionellen Bereich allen Teilnehmern viele Internetmöglichkeiten zur Verfügung. Fast jeder Teilnehmer kann sich für verschiedene Kommunikationskanäle entscheiden und individuelle Kommunikationsstrukturen implementieren, um mit Partnern zu kommunizieren. Gerade im Mittelstand waren in der Vergangenheit oft aufwändige Verpflichtungen mit großen Dienstleistern nötig. Diese stehen aus unserer Sicht in keinem vernünftigen Preis-Leistungsverhältnis für Kleinunternehmen oder kleinere Mittelständler. Da heute jeder ein entsprechendes Netz mit Anbindung zum Internet hat, kann auch eine eigene Kommunikationslösung problemlos eingebunden werden. Das bietet ipOFTP. Sie binden die Kommunikationsbox in das interne Netz an, öffnen die für OFTP benötigten Ports im Router und schon sind sie kommunikationsbereit.

Entscheider kompakt: Welche Einsparmöglichkeiten haben die Unternehmen mit ihrer Lösung ganz konkret?

Dr. Gerhard Keller: Ganz konkret muss man sich nicht auf Dienstleistungsverträge verpflichten. Die Lösung hat einen einmaligen Preis. Der Aufwand für die Installation und Konfiguration einer Kommunikations-Server-Software entfällt.

Entscheider kompakt: Was sind dann die 3 entscheidenden Schritte, um mit Unternehmen aus der Automobilindustrie und dem Maschinenbau dieses System zu implementieren?

Dr. Gerhard Keller: Die Appliance im hauseigenen Netz anschliessen, die Internetverbindung im Internet-Router freigeben, die Internet-Adressdaten des Kommunikationspartners erfassen.

Entscheider kompakt: Vielleicht zum Abschluss noch ein Wort zur Sicherheit. Die übermittelten Daten sind in der Regel sehr sensitiv. Wie stellen Sie sicher, dass die Daten nicht an unberechtigte gelangen?

Dr. Gerhard Keller: OFTP definiert entsprechende Verschlüsselungs-Mechanismen mit Zertifikaten.

Entscheider kompakt: Gibt es für Besucher auf dem DigitalFUTUREcongress Sonderkonditionen beim Abschluss noch auf der Messe?

Dr. Gerhard Keller: Ja, der Hersteller bietet den Kunden, die während der Messe ipOFTP bestellen bzw. im Nachgang zur Messe (2 Wochen) an, einen Kommunikationspartner kostenlos einzurichten. Dies bietet der Hersteller normalerweise zu einem Pauschalpreis von 400,00 Euro an.

Entscheider kompakt: Dann wünsche ich Ihnen auf der Veranstaltung viele gute Kontakte gerade von kleinen und mittelständischen Unternehmen, die mit großen Unternehmen aus Maschinenbau und Automobilindustrie ins Geschäft kommen wollen.

 


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