Unternehmens-Ressourcen entlang der Wertschöpfungskette erfolgreich und sicher kontrollieren und steuern

Im Interview mit Katharina Röhrig (Bereichsleiterin Business Development bei GFOS)

Bei über 4.500 Installationen visualisiert, kontrolliert und steuert GFOS alle Unternehmens-Ressourcen entlang der Wertschöpfungskette. Weltweit arbeiten 1.800 GFOS-Kunden bereits in 30 Ländern mit der Softwarelösung gfos, die bis heute in 15 Sprachen übersetzt wurde. GFOS zählt damit zu den erfolgreichsten und beständigsten Anbietern für Softwarelösungen in den Bereichen Manufacturing Execution System, Workforce Management sowie Security. Im Interview mit Katharina Röhrig, (Bereichsleiterin Business Development bei GFOS) erfahren wir viel über Ressourcenoptimierung, Start-Ups und KMUs und die Smart Solutions der GFOS.

Entscheider kompakt: Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sind die Megathemen unserer Zeit. Gerade im Bereich der Unternehmensführung und Kommunikation innerhalb der Unternehmung sind dies wesentliche Stellschrauben für den Erfolg. Bevor wir zum Thema Ressourcenoptimierung kommen, würden wir zunächst gerne eine Frage zu GFOS allgemein stellen. Sie bieten auch mittelständischen Unternehmen zukunftsorientierte Softwarelösungen in den Bereichen Zeiterfassung, Zutrittskontrolle, Workforce Management und Manufacturing Execution System (MES) aus einer Hand. Wo sehen Sie im Mittelstand im Moment den größten Handlungsbedarf im Hinblick auf die Digitalisierung?

Katharina Röhrig: Die Digitalisierung eröffnet Mittelständlern die Möglichkeit, ihre internen Prozesse zu optimieren und dadurch effizienter und flexibler zu werden. Dabei liegt der größte Handlungsbedarf darin, die Notwendigkeit der Veränderung ins Bewusstsein des Managements und der Mitarbeiter zu bekommen und dadurch die notwendige Aufbruchsstimmung für die Veränderungen des digitalen Zeitalters zu schaffen. Das setzt voraus, dass Digitalisierung ganzheitlich verstanden und in die Unternehmenskultur integriert wird. Das bedeutet wiederum, dass deutlich mehr digitalisiert werden muss als lediglich der Rechnungsversand per Mail. In Unternehmen gibt es viele weitere Bereiche, die von der Digitalisierung profitieren können. Bisher geht die Implementierung digitaler Systeme im Mittelstand jedoch eher zögerlich voran. Das führt zu einer mangelnden Datenbasis, welche den Unternehmen durch diverse Auswertungsmöglichkeiten und Optimierungsoptionen jedoch viele notwendige Vorteile gerade auch im internationalen Vergleich bieten würde.

Entscheider kompakt: Was kann ich mir zu einer Ressourcenoptimierung mit einer Software vorstellen? Welche Bereiche sind in diesem Komplex integriert und welche Vorteile ergeben sich daraus?

Katharina Röhrig: Ressourcenoptimierung mit Software bedeutet, die größtmögliche Transparenz und Effizienz auf Basis erhobener und ausgewerteter Daten zu ermöglichen. Das betrifft diverse Bereiche eines Unternehmens. Hier knüpft die Produktfamilie gfos an.
Der gfos.SmartTimeManager beispielsweise soll KMUs entlasten und bietet daher ein System zur Sicherstellung der Dokumentation und Auswertung aller gebuchten Zeiten, schafft größtmögliche Transparenz und verringert den administrativen Aufwand im Vergleich zur händischen Zeiterfassung mit z.B. Excel erheblich. So werden Mitarbeiter und Arbeitgeber entlastet und die Verpflichtungen entsprechend zum EuGH-Urteil zur Zeiterfassung eingehalten. Diese Lösung bietet weiterhin noch Möglichkeiten zur manuellen Personaleinsatzplanung, ein Antragswesen, Projektzeiterfassung sowie eine verschlüsselte Chat-Funktion. Somit erleichtert diese Software sämtliche Prozesse aus dem Bereich Workforce Management.
Der gfos.SmartProductionManager ist eine spezielle, cloudbasierte MES-Lösung für kleine und mittelständische Produktionsbetriebe. Diese haben dadurch die Möglichkeit, Produktionsketten zu vernetzen und von einem durchdachten Betriebsdatenmanagement, einer Maschinendatenerfassung und einem Rückmeldesystem zu profitieren. Die daraus gewonnenen Daten helfen wiederum bei der Ressourcenoptimierung in der Produktion, da sämtliche Prozesse bezugnehmend darauf optimiert werden können.

Entscheider kompakt: Um neue Geschäftsmodelle zu integrieren und schneller im Markt zu wachsen, gehen einige mittelständische Unternehmen den Weg, sich mit Start-Ups zusammenzutun. Welchen Vorteil aber auch Risiken sehen Sie in dieser Strategie?

Katharina Röhrig: Eine Kollaboration zwischen mittelständischen Unternehmen und Start-ups ist laut aktueller Studien ein echter Trend geworden. Dabei können beide Unternehmen auf unterschiedliche Weise voneinander profitieren und Synergieeffekte nutzen. Sei es in Form von Entwicklungs- oder Vertriebspartnerschaften oder in Form von Kollaborationen wie der gegenseitigen Nutzung von Dienstleistungen oder Produkten sowie einem regelmäßigen Austausch zu technischen oder strategischen Fragestellungen. Erfolgskritisch und damit auch eines der größten Risiken für das Gelingen solcher Kollaborationen ist die Auswahl des richtigen Partners sowie eine zuvor von beiden Seiten abgestimmte Formulierung des angestrebten Ziels.

Entscheider kompakt: Welche eigenen wichtigen Strategien kann der Mittelstand heute bereits ohne Probleme und Gefahren nutzen, um Kosten einzusparen und insgesamt die Produktivität zu erhöhen?

Katharina Röhrig: Der Einsatz von Software kann mittelständischen Unternehmen dabei helfen, die gesamten Prozesse im Unternehmen abzubilden und zu analysieren. Darauf basierend lassen sich Optimierungsvorschläge einbringen und umsetzen. So können die erhobenen Daten zur Effizienzsteigerung genutzt werden. Gleichzeitig lassen sich auch die Bedürfnisse der Mitarbeiter besser berücksichtigen. Workforce Management Software beispielsweise kann aktiv zur Motivation und Bindung der Mitarbeiter beitragen, indem Flexibilität und Mobilität geschaffen werden sowie ein bedarfs- sowie bedürfnisgerechter Einsatz von Fachkräften gewährleistet wird. Ein weiterer Vorteil ergibt sich durch den Einsatz von Cloud-Diensten. Da die Standorte der Server außerhalb des eigenen Unternehmens liegen, entfallen die hohen Kosten zur Unterhaltung eines eigenen Serverparks. 

Entscheider kompakt: Sprechen Sie hier von Ihren Smart Solutions? Wie können diese in die vorhandene IT-Infrastruktur integriert werden?

Katharina Röhrig: Wie der Name schon sagt, sollen diese Lösungen vor allem eines sein: smart. Das bedeutet, dass sie mit möglichst wenig Aufwand einen signifikanten Mehrwert in Sachen Effizienz und Ressourcenersparnis für die Unternehmen ermöglichen. Dazu kommt die Übersichtlichkeit. Sie sorgt dafür, dass die Lösungen sich nahezu intuitiv in die Geschäftsprozesse und IT-Infrastruktur integrieren lassen. Das ermöglicht einen deutlich einfacheren und schnelleren Weg in Richtung Digitalisierung. Unsere Smart Solutions sind speziell auf die Belange der Kunden abgestimmt. Der gfos.SmartTimeManager und der gfos.SmartProductionManager sind maximal skalierbar und bieten höchste Transparenz über die Ressourcenplanung - sei es bei den Mitarbeitern oder im Produktionsumfeld.

Entscheider kompakt: Der Mittelstand tut sich insgesamt noch etwas schwer mit der Digitalisierung der Prozesse. Worin liegt hier Ihrer Meinung nach der Schlüssel für eine erfolgreiche Umsetzung?

Katharina Röhrig: Der Schlüssel liegt ganz klar darin, den Mittelstand genau dort abzuholen, wo er momentan steht. Dies bedeutet für uns, einfache und sofort anwendbare Lösungen mit einem echten Mehrwert zu bieten, ohne dass der Mittelstand das entsprechende IT-Personal dafür bereitstellen muss.

Entscheider kompakt: Ganz herzlichen Dank für dieses spannende Gespräch.

 


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