Mit Workflow-Automatisierung Systeme Geraete und Menschen verbinden

Im Interview mit Christan Menk, CEO von Fujitsu Enabling Software Technology

Fujitsu RunMyProcess hilft führenden Unternehmen in fast 50 Ländern dabei, die technologischen Herausforderungen der digitalen Transformation zu meistern. Auf Basis einer neuartigen Cloud-Plattform ermöglicht das System RunMyProcess seinen Kunden eine schnelle und einfache Automatisierung ihrer Workflows, sowie die Erstellung und Ausführung von Business-Anwendungen und Business-Portalen.

Im Interview mit Christian Menk, Geschäftsführer von Fujitsu EST (Entwicklungspartner und Vertrieb DACH für Fujitsu RunMyProcess), sprechen wir über Flexibilität und die große Herausforderung, digitale Transformation im Unternehmen umzusetzen.

DFC: Herr Menk, die gesamte IT Welt hat sich in den letzten Jahren dramatisch verändert. Viele sprechen hier von disruptiver Veränderung, bei der alle Themen im Unternehmen auf den Prüfstand kommen. Zentrales Thema ist natürlich hier immer wieder auch die Digitale Transformation. Ob Prozessoptimierung, IT Security oder das Thema neue Arbeitswelt, gerade im Mittelstand gibt es hier viel Nachholbedarf. Was ist Ihrer Meinung nach für Entscheider im Moment die größte Herausforderung?

Christian Menk: Wichtig für KMUs ist es m.E. vor allem, die Herausforderungen der Digitalisierung flexibel, kostenoptimiert und dennoch zukunftsfähig anzugehen. Die richtigen Lösungen für die digitale Zukunft zu finden erfordert oft ein Experimentieren in Pilotprojekten, die nur bei Erfolg ausgebaut werden („fail early“). Das darf naturgemäß nicht zu viel kosten. Ist das Experiment jedoch erfolgreich, muss die Lösung schnell, oft in mehreren Regionen, ausgerollt werden, und das ohne gegenüber dem Piloten Redesigns vornehmen zu müssen.

DFC: Sie sprechen davon, Systeme,Geräte und Menschen miteinander zu verbinden. Warum ist das ihrer Meinung nach so wichtig und hat das Thema Workflow-Automatisierung damit zu tun?

Christian Menk: Geräte und Systeme untereinander zu vernetzen, ist schon immer eine zentrale Herausforderung der IT. Den Menschen (User) mit einzubinden war zwar auch immer schon wichtig, aber mit der fortschreitenden Digitalisierung aller Geschäftsprozesse bekommt es wirklich jeder mit diesen digitalisierten Systemen zu tun. „User Engagement“ erhält damit eine ganz neue Bedeutung: Workflow-Automatisierung und Digitalisierung aller Geschäftsprozesse kann nur gelingen, wenn alle Nutzer im Unternehmen sich als Master dieser Systeme fühlen können, nicht als Slave. Die neuen Plattformen müssen also den Mensch in den Mittelpunkt stellen.

DFC: Prozesse ändern sich im Unternehmen oft schneller als man das wünscht. Welche Flexibilität bringt Ihr System RunMyProcess hier mit?

Christian Menk: RunMyProcess ist als Low-Code-Plattform die optimale Basis, um nicht-triviale Prozesse zu digitalisieren, aber trotzdem den Business-Verantwortlichen die Freiheit zu schnellen, flexiblen Änderungen zu geben. Entscheidend hierfür ist die Cloud-native-Implementierung, die bei geringen Einstiegskosten trotzdem eine praktisch unbegrenzte Skalierung ermöglicht. Die von RunMyProcess generierten User Interfaces sind durch Adaptive Design automatisch auf jeglichem (mobilen) Arbeitsgerät ohne Zusatzaufwand verfügbar, so dass auch bei häufigen Anpassungen der Roll-Out für unterschiedlichste Nutzergruppen beherrschbar bleibt.

DFC: Viele Anwendungen werden heute auf mobilen Endgeräten durchgeführt. Inwiefern sind hier Mobile Business-Applikationen integrierbar. Können Sie uns vielleicht ein paar Beispiele nennen?

Christian Menk: RunMyProcess-Applikationen sind per Design mobil, aber natürlich kann auch jede andere Business-Applikation (über ihr Web-API) eingebunden werden. So können z.B. Office365, Salesforce, SAP problemlos eingebunden werden, aber auch jede Art von Legacy-Anwendung mit einer Web-Schnittstelle.

DFC: Auf Ihrer Internetseite konnte ich ein interessantes Fallbeispiel von einer führenden Nutzfahrzeug-Leasinggesellschaft Fraikin lesen. Warum hat sich das Unternehmen für die Lösung RunMyProcess entschieden und welche Effekte konnten erzielt werden?

Christian Menk: Fraikin wollte die Erstellung komplexer, kundenspezifischer Leasing-Verträge (also ihre Kernkompetenz) vereinfachen, beschleunigen und fehlerfrei gestalten. Trotz starkem Wachstum in Geschäftsvolumen und Mitarbeiterzahl durfte dabei keine Flexibilität verloren gehen. Dazu hat Fraikin mit RunMyProcess alle papierbehafteten Prozesse auf Basis von Cloud-Technologie digitalisiert. Die nahtlose mobile Kommunikation mit dem Kunden, auf Basis der RunMyProcess-Plattform, sichert dabei auch für die Zukunft die Nähe zu Markt und Kunden nachhaltig ab. Das ist für uns der Inbegriff eines erfolgreichen Digitalisierungsprojekts.

DFC: Sie bezeichnen das System als Low-Code Plattform. Was ist damit gemeint?

Christian Menk: Damit ist eine Entwicklungsumgebung gemeint, in der Software (weitgehend) unter Verwendung grafischer Modellierungsmethoden erstellt wird, anstatt mit klassischen Programmiertechniken. Entwicklungs- und Bereitstellungszeit sowie Kosten und Risiko von Software-Projekten können damit erheblich reduziert werden.

DFC: Der Digital FUTUREcongress am 8. November in der Messe Essen richtet sich an Entscheider im Bereich Geschäftsführung. Wie gut sind Ihrer Meinung nach die Geschäftsführer im Mittelstand auf die Herausforderung der nächsten Jahre vorbereitet und bietet Ihr System hier insgesamt eine schnelle Lösung für eine erfolgreiche Implementierung?

Christian Menk: Die Geschäftsführer im Mittelstand sind allein schon deshalb zunehmend gut vorbereitet, weil sie das Thema ernst nehmen. Aber natürlich benötigen sie auch Tools, die ihnen die notwendige Flexibilität geben. Wenn hohe Taktzahl bei mobiler digitaler Innovation in Verbindung mit einer auch für Pilotprojekte geeigneten Kostenstruktur gefragt ist – dann ist RunMyProcess genau die richtige Lösung.

DFC: Das klingt wirklich sehr gut. Dann freue ich mich auf einen erfolgreichen Auftritt Ihres Unternehmens und bedanke mich für das Gespräch.

Das Interview führte Michael Mattis Geschäftsführer und Veranstalter des Digital FUTUREcongress.

 


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